Der teleologische Gottesbeweis behauptet: Die Ordnung, Komplexität und Zweckmäßigkeit in der Natur deuten auf einen intelligenten Designer – also Gott – hin. Oft wird argumentiert, dass etwa das Auge, das Sonnensystem oder die „Feinabstimmung“ der Natur nicht durch Zufall entstanden sein können.
Doch dieses Argument hat schwerwiegende Schwächen:
Hauptprobleme:
Evolution erklärt Zweckmäßigkeit natürlich
Die scheinbare „Zielgerichtetheit“ in der Biologie lässt sich durch natürliche Selektion erklären – ohne göttliches Eingreifen. Komplexe Strukturen entstehen Schritt für Schritt, durch Variation und Auslese, nicht durch Planung.
Unvollkommenheit widerspricht Design
Wenn ein intelligenter Designer verantwortlich wäre, warum ist die Natur dann voller Fehler und Leid?
– Blindstellen im Auge, ein zu enger Geburtskanal, sinnlose Krankheiten – das spricht eher gegen perfektes Design.
Das Designer-Argument verschiebt nur das Problem
Wenn Komplexität einen Designer braucht – wer hat dann den Designer des Designers erschaffen?
Die Erklärung endet nicht, sondern verlagert sich nur.
Fazit:
Das Design-Argument wirkt intuitiv – aber es zerfällt bei genauerer Betrachtung. Die moderne Wissenschaft bietet bessere, natürliche Erklärungen für Ordnung und Komplexität – ganz ohne einen übernatürlichen Planer.